Syriens enger Verbündeter Russland hat sich gegen eine sofortige Feuerpause im Raum Aleppo ausgesprochen. Der Kampf gegen Terrorgruppierungen in der Region sollte fortgesetzt werden, sagte Vizeaußenminister Gennadi Gatilow am Samstag in Moskau.
Nach einem Luftangriff liegen ist diese Straße in Aleppo von Trümmern übersät
"Wir werden keinen Druck (auf die syrische Führung) ausüben, weil man verstehen muss, dass ein Kampf gegen den Terror stattfindet. Und die Situation in Aleppo steht im Zusammenhang mit diesem Kampf", sagte Gatilow der Agentur Interfax zufolge.
Aleppo gilt derzeit als das wichtigste Schlachtfeld im syrischen Bürgerkrieg. Die nordsyrische Metropole wird teilweise von Einheiten des Machthabers Baschar al-Assad und teils von Rebellengruppen kontrolliert. Auch die mit dem Terrornetzwerk al-Qaida verbündete Al-Nusra-Front ist präsent.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat zwar in der Stadt keinen Ableger, soll sich aber nach russischen Angaben mit anderen bewaffneten Gruppen verbündet haben. Von der seit Februar offiziell geltenden Waffenruhe in Syrien sind die Al-Nusra-Front und der IS ausgenommen.
Syriens Armeeführung hatte am Freitag nach einer Einigung zwischen den USA und Russland eine neue vorübergehende Feuerpause für Teile des Bürgerkriegslandes erklärt. Das umkämpfte Aleppo ist aber davon ausgenommen.